Wanderung auf dem Harzer Hexenstieg

Die diesjährige Wanderwoche des Heimat- und Verkehrsverein Bramsche führte nach Wernigerode in den Harz. Von dort aus erwanderten 21 Mitreisende den Hexen-Stieg.

2018 09 09 03 Harzer Hexen Stieg 2

Am Anfang stand eine Stadtführung durch die alte, wunderschöne Fachwerkstadt Wernigerode, die auch als „bunte Stadt im Harz“ bezeichnet wird.

Die erste Etappe der Wanderung führte durch das Kulturdenkmal „Oberharzer Wasserwirtschaft“ entlang an Wassergräben und kleinen Teichen bis nach Altenau, einer früheren Bergbaustadt. Ein Höhepunkt der Wanderung folgte am nächsten Tag mit der Besteigung des Brockens. Von Torfhaus ging der Weg durch das Torfhausmoor, an der Trasse der Harzer Schmalspurbahn entlang auf den 1142 m hohen Brocken. Nach einer längeren Pause begann der Abstieg nach Schierke, ein Weg, der auf dem letzten Stück steil und steinig und somit nicht leicht zu bewältigen war. Alle Wanderer meisterten jedoch diese Etappe.

Am nächsten Morgen fuhr die Gruppe mit der Harzer Schmalspurbahn nach Drei Annen Hohne und wanderten durch das kleine, sehenswerte Dorf Königshütte bis nach Rübeland, dem Ort mit den zwei Tropfsteinhöhlen. Eine dieser Höhlen, die Baumannshöhle, besichtigte man am nächsten Morgen, bevor es dann auf dem Hexen-Stieg weiter an der Bode entlang, über dem malerisch gelegenen Ort Neuwerk, zur Wendefurther Talsperre ging. Hier erwartete die Wanderer die mit 458 m längste Hängebrücke der Welt. Sie spannt sich in 100 m Höhe über das Rappbodetal. Die Überquerung erforderte schon Mut, denn sie schwankt auch bei Windstille etwas.

Die letzte Etappe wird als schönste des Hexen-Stieges bezeichnet. Der Weg führt durch das wilde, tiefste Felsental nördlich der Alpen, dem Bodetal. Teilweise scheint der Weg am Felsen angeklebt, mit tollen Aussichten auf die weit unten im Tal fließende Bode. In Thale angekommen, endet der Harzer Hexen-Stieg.

Die Vielfältigkeit der Natur auf dem nicht immer leichten Weg beeindruckte die Wanderer und wird immer in ihrem Gedächtnis bleiben.

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