Idyllen, aber auch Probleme erlebt - Bramscher nahmen an Wanderreise in Estland teil

Bramscher Nachrichten, 22. September 2007

Seit 1990 unternimmt der Wiehengebirgsverband (WGV) zu den Jahrestagungen der Europäischen Wandervereinigung (EWV) eine mehrtägige Wanderreise in ein europäisches Land. Mitglieder vom Bramscher Heimat- und Verkehrsverein waren von Anfang an regelmäßig beteiligt.
Die 18. Reise führte 49 Teilnehmer der WGV-Gruppe nach Estland. Sie erfuhren, dass die Esten zu den sesshaften Völkern Europas gehören und an den Ostseeufern bereits ihr Zuhause gefunden hatten, als in Ägypten die ersten Pyramiden errichtet wurden. Die Esten erlebten 800 Jahre wechselnde Fremdherrschaften; auf die Dänen (1207) folgte der Deutsche Orden, dann Schweden und schließlich 1704 die Russen.
Frei und unabhängig waren Esten von 1918 bis 1940 und sind es wieder ab 1991. Zur Gegenwart sagte die estnische Reiseleiterin: "Estland ist ein kleines Land, eingegrenzt von zwei Mächten, im Norden und Westen das Meer und im Osten das mächtige Russland."
Probleme der Ostgrenze, die EU-Grenze ist, wurden deutlich, als sie mehrmals bei Narva an kilometerlangen Staus von tagelang auf Abfertigung am Grenzübergang zu Russland wartenden Lkw vorbeifuhren. Das Tour-Programm umfasste Besichtigungen und Wanderungen. Stadtführungen gab es in der Universitätsstadt Tartu, in Narva, wo sich vom Turm der mächtigen Hermannsfestung ein faszinierendere Blick auf die gegenüber am anderen Ufer des Grenzflusses befindliche russische Festung Ivangorod bot, und in der Hauptstadt Tallinn.
Wanderungen durch stille Moorlandschaften, romantische Fischerdörfer und entlang von Steilküsten vermittelten Einblicke in die Vielfalt von Flora und Fauna des estnischen Nordens. Hervorzuheben sind die Wanderungen im Lahemaa Nationalpark, wo von Elch, Bär und Luchs verursachte unterschiedliche Markierungen an Bäumen Aufmerksamkeit fanden.
Die beiden letzten Tage führte die Gruppe mit den Delegierten der EWV-Tagung zusammen bei einer Wanderung im Naturpark Lohusalu, einem Abendprogramm am Hafen und dem Abschlussabend in Laulasmaa. Der Europäischen Wandervereinigung gehören 52 Mitgliedsvereine in 27 Ländern an. Präsident ist Jan Havelka in Prag, wo sich auch die Geschäftsstelle befindet. Der deutsche Vizepräsident Jörg Haase hatte sich der WGVWandergruppe angeschlossen.

Vom Naturpark Laulasmaa waren die Bramscher Teilnehmer der Wanderreise ebenso begeistert wie vom gesamten Estland-Aufenthalt.

Estland-2007

 

 

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dyllen, aber auch Probleme erlebt - Bramscher nahmen an Wanderreise in Estland teil


Bramscher Nachrichten, 22. September 2007

Seit 1990 unternimmt der Wiehengebirgsverband (WGV) zu den Jahrestagungen der Europäischen Wandervereinigung (EWV) eine mehrtägige Wanderreise in ein europäisches Land. Mitglieder vom Bramscher Heimat- und Verkehrsverein waren von Anfang an regelmäßig beteiligt.
Die 18. Reise führte 49 Teilnehmer der WGV-Gruppe nach Estland. Sie erfuhren, dass die Esten zu den sesshaften Völkern Europas gehören und an den Ostseeufern bereits ihr Zuhause gefunden hatten, als in Ägypten die ersten Pyramiden errichtet wurden. Die Esten erlebten 800 Jahre wechselnde Fremdherrschaften; auf die Dänen (1207) folgte der Deutsche Orden, dann Schweden und schließlich 1704 die Russen.
Frei und unabhängig waren Esten von 1918 bis 1940 und sind es wieder ab 1991. Zur Gegenwart sagte die estnische Reiseleiterin: "Estland ist ein kleines Land, eingegrenzt von zwei Mächten, im Norden und Westen das Meer und im Osten das mächtige Russland."
Probleme der Ostgrenze, die EU-Grenze ist, wurden deutlich, als sie mehrmals bei Narva an kilometerlangen Staus von tagelang auf Abfertigung am Grenzübergang zu Russland wartenden Lkw vorbeifuhren. Das Tour-Programm umfasste Besichtigungen und Wanderungen. Stadtführungen gab es in der Universitätsstadt Tartu, in Narva, wo sich vom Turm der mächtigen Hermannsfestung ein faszinierendere Blick auf die gegenüber am anderen Ufer des Grenzflusses befindliche russische Festung Ivangorod bot, und in der Hauptstadt Tallinn.
Wanderungen durch stille Moorlandschaften, romantische Fischerdörfer und entlang von Steilküsten vermittelten Einblicke in die Vielfalt von Flora und Fauna des estnischen Nordens. Hervorzuheben sind die Wanderungen im Lahemaa Nationalpark, wo von Elch, Bär und Luchs verursachte unterschiedliche Markierungen an Bäumen Aufmerksamkeit fanden.
Die beiden letzten Tage führte die Gruppe mit den Delegierten der EWV-Tagung zusammen bei einer Wanderung im Naturpark Lohusalu, einem Abendprogramm am Hafen und dem Abschlussabend in Laulasmaa. Der Europäischen Wandervereinigung gehören 52 Mitgliedsvereine in 27 Ländern an. Präsident ist Jan Havelka in Prag, wo sich auch die Geschäftsstelle befindet. Der deutsche Vizepräsident Jörg Haase hatte sich der WGVWandergruppe angeschlossen.

Vom Naturpark Laulasmaa waren die Bramscher Teilnehmer der Wanderreise ebenso begeistert wie vom gesamten Estland-Aufenthalt.

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